Leptospirose

Die Leptospirose (oder Leptospirosis) ist eine Infektionskrankheit beim Hund - Mehr zu Ursachen, Symptome und Behandlung

Die Leptospirose (auch Stuttgarter Hundeseuche oder beim Menschen Weil-Krankheit genannt) ist eine weltweit verbreitete bakterielle Erkrankung, die tödlich verlaufen kann. Ursprünglich waren beim Hund vor allem die Serovare Canicola und Icterohaemorrhagiae zu beobachten (bei Leptospiren unterscheidet man etwa 20 Arten mit etwa 250 krankheitsauslösenden Serovaren bzw. Subspezies von Bakterien). Doch durch jahrzehntelanges Impfen haben Infektionen mit diesen Erregern an Bedeutung verloren. Laut der ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet.) konnten inzwischen gehäuft die Serovare Bratislava (Australis), Grippotyphosa und Pomona beobachtet werden.

Wie kann sich mein Lieblingstier anstecken?

Leptospiren werden von erkrankten Tieren mit dem Urin weitergegeben. Ratten, Mäuse und andere Nagetiere spielen neben Hunden eine große Rolle als Überträger der Infektionskrankheit. Unsere Lieblinge können sich also allein durch das Trinken aus Pfützen oder das Baden in warmen stehenden Gewässern anstecken. Aber auch die Schlafstelle unserer Vierbeiner oder das Futter können die verheerenden Erreger beherbergen. Zudem ist eine Übertragung der Leptospiren bei infizierten Artgenossen auch direkt durch Bisse, Hautläsionen oder bei der Paarung möglich.

Aber Vorsicht, nicht nur dein Hund ist gefährdet. Badegewässer sind auch ein häufiger Ansteckungsort für den Menschen. Bei der Leptospirose handelt es sich um eine Zoonose, das heißt, die Krankheit kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Beim Menschen wird eine Infektion mit dem Serovar Icterohaemorrhagiae auch als Weil-Krankheit bezeichnet. Die Zahl der Erkrankungen bei Menschen durch Leptospirose hat in den letzten Jahren zugenommen und ist nach dem Infektionsschutzgesetz eine meldepflichtige Erkrankung.

Zudem solltest du wissen, dass Leptospiren-Infektionen auch ohne klinische Symptome verlaufen können. Das heißt, dass sich dein Hund oder seine Spielgefährten unerkannt infizieren können und für gesunde Tiere, sowie für dich eine Ansteckungsgefahr besteht.

 Wie sieht das Krankheitsbild bei Leptospirose aus?

Die Bakterien gelangen durch das Blut in Leber, Nieren, die Milz, das zentrale Nervensystem (ZNS), Augen und Geschlechtsorgane. Dort vermehren sie sich rasch, wobei es zu immensen Organschäden kommen kann. Die Symptome können mild und unspezifisch sein und sich nur in Lethargie und Depression äußern. Es können aber auch Leibschmerzen mit schweren Leberschäden und Gelbsucht auftreten. Die beim Menschen häufig beobachtete Gehirnhautentzündung ist beim Hund nicht vorherrschend.

Häufiger sind schwere Nierenschäden und Blutungen in der Lunge vorhanden, die tödlich enden können. Der Schweregrad der Symptome ist in erster Linie vom Alter des Patienten und von der Fähigkeit des Hundes abhängig, spezifische Antikörper zu bilden. Vor allem bei ungeimpften Tieren besteht ein hohes Risiko, dass eine Infektion tödlich verläuft.

Schütze dein Tier durch Impfung
Wie kann ich mein Lieblingstier schützen?

Impfung gegen Leptospirose ist wichtig (Core-Impfung)

Nach der Grundimmunisierung (zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen) musst du die Impfung gegen Leptospirose jährlich bei deinem Hund auffrischen (Hier findest du unseren Impfplan für Welpen).

Sobald du Symptome der Leptospirose erkennst, oder dir nicht sicher bist, warum sich dein Hund ungewöhnlich verhält, solltest du mit deinem Lieblingstier zum Tierarzt. Hier kannst du dich auch weiterführend über Hundekrankheiten und das Impfen beraten lassen.

Zudem müssen auch Hunde, die eine Infektion überstanden haben, nach der Genesung erneut geimpft werden.