Mythos oder
Wahrheit?

Ein Wurmbefall bei Katzen ist keine Seltenheit – Fast jede Katze wird im Laufe ihres Lebens mindestens eine Wurminfektion durch machen. Je nach Art und Härtefall können die Parasiten immense Schäden im Körper deines Lieblingstiers anrichten – häufig bleibt ein Befall aber lange Zeit unentdeckt. Achte auf eine gute Prophylaxe und lass dich von deinem Tierarzt beraten.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Freigänger einen besonderen Schutz gegen Parasiten benötigen.

40 % aller Katzen haben Würmer

Freigänger sind durch ihre Streifzüge bzw. ihr Jagdverhalten stärker gefährdet als Stubentiger. Aber nicht nur sie sind von Parasiten betroffen – Sogar ca. 20% der Wohnungskatzen ohne Zugang zum Freien haben Würmer (Coati et al, 2003).
Die winzigen Parasiten werden über die Schuhe der Tierhalter oder Besuche von fremden Tieren eingeschleppt. Würmer können neben harmloseren Symptomen auch zu Durchfall, Erbrechen, Blutarmut, Abmagerung bis hin zum Darmverschluss (v.a. bei Welpen) führen. Zudem werden einige Wurmarten auch den Tierhaltern gefährlich.

Einige Larven verschiedener Arten von Würmern (die so genannte Larva migrans) wandern sogar im menschlichen Körper und greifen dort verschiedene Organe an. Betroffen sind häufig das Hautgewebe, die Lunge und der Verdauungstrakt. Eine regelmäßige Wurmkur ist somit nicht nur für deine Katze, sondern auch für deine Gesundheit wichtig!

Schütze deine Katze und dich selbst vor Würmern! Auch wenn eine Infektion nicht offensichtlich ist, ist ein Befall nicht auszuschließen.

„Unsichtbare“ Parasiten

Bei einem Wurmbefall deines Lieblings treten nicht immer Symptome auf. Dies ist vor allem bei einer geringeren Anzahl von Parasiten im Organismus der Katze der Fall.
Befinden sich viele Würmer im Darm, treten unter anderem typische Symptome wie Durchfall und Erbrechen auf. Da es sich dann aber in der Regel bereits um eine stärkere Erkrankung handelt, sollte unbedingt schon zuvor gehandelt werden. Insbesondere bei jungen Kätzchen ist eine frühzeitige Behandlung notwendig, weil ein Befall unter Umständen sogar zum Tod der Kleinen führen kann. Manchmal wird ein Parasitenbefall bei den Welpen auch im Kot ersichtlich. Dann sind Würmer oder Wurmsegmente mit dem bloßen Auge zu entdecken. Im Körper von erwachsene Samtpfoten sorgt der Verdauungsmechanismus jedoch dafür, dass einzelne abgestorbene Würmer nicht mehr ausgeschieden werden.

Ein Nachweis ist somit durch einen Blick auf die Hinterlassenschaften der Katze nicht mehr möglich. Allein der Tierarzt kann im Labor die mikroskopisch kleinen Wurmeier identifizieren.
Sprich mit deinem Tierarzt über die Gefahren und Risiken einer Wurmerkrankung und lass dich beraten – für eure Gesundheit!

Immer wieder hört man, dass eine Entwurmung kompliziert ist und für den Halter einen großen Zeitaufwand bedeutet. Wir können dich beruhigen!

Risikofaktoren beeinflussen die Häufigkeit

Entwurmung ist kein komplexer medizinischer Eingriff, sondern entspricht vom Aufwand her einer simplen Medikamentenanwendung. Wichtig ist: Scheue nicht den Weg zum Tierarzt, denn eine regelmäßige Entwurmung ist bedeutend für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Lieblingstiers. Eine Infektion mit Würmern ist für Mensch und Tier gefährlich und die Rate der bereits infizierten Katzen ist hoch.
Die Abstände zwischen den Behandlungen hängen von vielen Faktoren ab. Allgemein gilt, je mehr der folgenden Fragen du mit Ja beantworten kannst, desto höher steigt das Risiko eines Wurmbefalls bzw. die Ansteckungsgefahr:

  • Ist deine Katze ein Freigänger?
  • Geht deine Mieze auf Beutefang?
  • Hat dein Vierbeiner Kontakt zu anderen Tieren?
  • Erwartet deine Katze Junge?
  • Leben kleine Kinder mit im Haushalt?

Erzähle deinem Tierarzt von den Lebensumständen deiner Mieze, damit er die Risikofaktoren abschätzen kann. Gemeinsam könnt ihr dann einen Zeitplan mit individuell abgestimmten Schutzmaßnahmen aufstellen. Alternativ zu den Entwurmungen können teilweise auch Kotproben in der Tierarztpraxis abgegeben werden. Anhand der Proben kann der Mediziner bestimmen, ob ein Befall vorliegt und um welche Wurmart es sich handelt. Das ist wichtig um dann gezielt bei Bedarf zu behandeln.

Eine 100%ige Sicherheit für eine wurmfreie Katze bei einem negativen Befund gibt es jedoch nicht. Das liegt daran, dass nicht unbedingt in jedem Stuhlgang einer infizierten Katze auch Würmer nachzuweisen sind. Um ein besseres Ergebnis zu erzielen wird diese Prozedur in der Regel etwas zeitintensiver. Für eine höhere Sicherheit müssen Proben an drei aufeinanderfolgenden Tagen entnommen werden.
Sorge für ein parasitenfreies Leben, weil dir deine und die Gesundheit deiner Katze wichtig sind.

DER BESUCH BEIM TIERARZT –
HILFE VOM EXPERTEN

Fast jede Katze hat in ihrem Leben schon einmal Würmer gehabt. Trotz intensiver Hygiene lässt sich das ohne Vorsorge nicht immer vermeiden. Achte auf eine regelmäßige Kontrolle – nicht nur deiner Samtpfote zu Liebe. Denn die Parasiten können auch Menschen gefährlich werden. Eine Vorstellung, die sämtlichen Katzenhaltern an die (Organ-) Substanz geht. Sprich mit deinem Tierarzt über die Thematik und lass dich beraten.

Mehr zum Thema
Würmer bei der Katze

[wpupg-grid id="wuermerlp"]