Top 8 der perfekten Familienhunde

Prinzipiell ist die Freundschaft zwischen Kind und Vierbeiner etwas Wunderbares. Doch mal ehrlich: In den meisten Fällen tragen die Erwachsenen die Verantwortung und erledigen die Arbeit. Die Überlegung nach dem perfekten Familienhund ist also häufig nicht nur eine Überlegung, welche Rasse sich gut mit dem Kind verträgt, sondern auch welcher Hund unkompliziert in der Haltung ist. Denn gerade im Familienalltag kann es mal hektischer zugehen, die Routine unterbrochen werden oder der Wunsch bestehen, den Hund auch mal in den Urlaub mitzunehmen.

Mit anderen Worten, der perfekte Familienhund sollte genügsam, verspielt, kinderlieb und folgsam sein. Familienoberhäupter wünschen sich zudem meist noch ein nettes Extra: die Fellnase sollte wenig haaren und nicht schmutzen. Diesen Idealvorstellungen kann selten ein Hund gerecht werden. Es gibt aber einige Hunderassen, die dem ultimativen Gesamtpaket schon recht nahekommen und mit passender Erziehung zum perfekten Familienhund werden können. Diese wollen wir euch hier genauer vorstellen.

Guter Rat für Eltern, die sich keinen Vierbeiner wünschen: Vorsicht vor tierischen Kinderfilmen! Schnell kann sich da in dem fantasiereichen Gehirn des Nachwuchses der Gedanke einbrennen „Ich will einen Hund“.

1. Beagle

Sein Zeichentrickpendant Snoopy kommt dem Beagle bis auf ein paar Ausnahmen schon recht nahe. Neben einer gehörigen Portion Dickköpfigkeit ist der Beagle mit einigen Attributen ausgestattet, die ihn als idealen Familienhund auszeichnen. Äußerlich trifft er bei der Größe die goldene Mitte, sodass er prima auch von Kindern an der Leine geführt werden kann. Auch bei einem etwas ungestümen Spiel ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass die Kinder den Halt verlieren.

Beagles sind gutmütig und friedlich. Da sie für die Meute gezüchtet wurden, verhalten sie sich zudem nicht scheu und finden sich im Familienrudel hervorragend zurecht. Jedoch sind die Hunde daher auch sehr ungern allein.

Werden ein paar Regeln festgelegt, kann man mit Beagles viel Spaß haben. Die viele Energie, die in dem kleinen Vierbeiner steckt, sollte man auch nutzen. Kann die Fellnase nicht auspowern, sucht sie sich schnell eine eigene Beschäftigung – nicht immer zum Wohlgefallen von Herrchen und Frauchen. Zudem neigt der Beagle zu Übergewicht und muss daher stets im Training bleiben. Da heißt es tapfer bleiben bei einem Hund, der einen der preisverdächtigsten Hundeblicke aller Zeiten aufsetzen kann.

Vorsicht ist beim Beagle in Wald- und Feldnähe geboten. Auch wenn die ursprüngliche Zuchtintension zur Jagd nicht mehr bei allen Züchtern im Vordergrund steht, so steckt doch in allen Beagles ein kleiner Jäger. Der Beagle benötigt also viel Konsequenz und Geduld bei der Erziehung. Denn wenn er mal die Fährte aufgenommen hat, kann ihn so schnell nichts bremsen.

Der bekannteste Beagle ist Snoopy
Dem Beagle wird eine gewisse Dickköpfigkeit nachgesagt

2. Berner Sennenhund

Der große Berner Sennenhund gehört zu den beliebtesten Familienhunden. Der berühmteste Verwandte ist wohl der Bernhardiner Beethoven aus den gleichnamigen Familienkomödien.

Sennenhunde sind gemütliche Alpenhirten und in ihrer treuen Seele perfekte Familienmitglieder. Diese sanften Hunde lassen sich kaum aus der Ruhe bringen und passen sich schnell den Gegebenheiten an. Leider sind sie aber aufgrund ihrer Größe nicht gut für Kinder zu handhaben und brauchen natürlich viel Platz. Der ausgeprägte Spieltrieb nimmt mit dem Erwachsenwerden beim Berner Sennenhund rasch ab. Kinder, die sich einen dauerhaften Spielgefährten wünschen, könnten also von der Ausgeglichenheit eher enttäuscht sein.

Ideal wäre ein Haus mit Garten, dann muss es bei Ausnahmen auch nicht die lange Spazierrunde werden. Der freundliche Vierbeiner ist zwar nicht kälteempfindlich, muss sich jedoch mit ein paar Erbkrankheiten herumschlagen. Er zählt sogar leider zu den sehr anfälligen Rassen und seine Lebenserwartung ist daher nicht die längste im Hundereich. Um den Zyklus zu unterbrechen, versuchen Züchter inzwischen mit gezielten Paarungen entgegenzuwirken. Zuchthunde müssen daher derzeit bestimmte gesundheitliche Auflagen erfüllen.

3. Collie

Einer der bekanntesten Vierbeiner der Filmgeschichte ist die Colliehündin Lassie. In ihrer ersten Erzählung erlebt die Hundedame viele aufregende Abenteuer auf dem Weg zu ihrem Herrchen. Nach den Filmen wurde die Hunderasse zu einem absoluten Modehund und zählt noch heute zu den idealen Begleitern für Kinder. Collies sind treu, intelligent und unkompliziert.

Wegen ihrer stark ausgeprägten Sensibilität hängt aber auch viel von der Erziehung ab. Vor allem wenn es um das Verhalten gegenüber Fremden geht. Gegenüber den direkten Bezugspersonen geben sich die freundlichen Fellnasen jedoch stets sehr anhänglich und beschützend – ein Ausschluss vom Familienalltag ist daher für den Rudelhund nicht denkbar. Wittert ein Collie Gefahr, dann meldet er diese auch gerne lautstark an, reagiert aber in keiner Weise aggressiv und überlässt die aktive Bedrohungsbekämpfung lieber anderen. Überhaupt sind Collies sehr umgänglich – Kinder dürfen hier auch gerne mal etwas wilder spielen, ohne dass sich der Hund gestört fühlt.

Bei der Erziehung ist der Collie um einiges lernwilliger als viele seiner Artgenossen. Sie sind motiviert und wollen ihren Herrchen und Frauchen gefallen. Allerdings sind die Vierbeiner nicht so ausdauernd und eignen sich daher weniger für Höchstleistungen.
Sehr reinliche Menschen werden sich über den Unwillen ihres Hundes, bei Wind und Wetter auf lange Spaziergänge verzichten zu können, ärgern. Denn die abenteuerlustigen Langhaarcollies erforschen auch gerne intensiver ihre Umgebung. Und wenn es sich bei dem Objekt der Begierde um eine Schlammpfütze dreht, so wird auch diese auf das genaueste inspiziert. Davon sollte sich aber niemand abschrecken lassen.

Die Fellpflege ist schnell eingeübt und der starke Haarausfall beschränkt sich in der Regel auf den Fellwechsel. Zu besagter Zeit ist jedoch tägliches Ausbürsten und Entfilzen angesagt.

Collies geben gerne den Ton an
Ein Collie ist der ideale Begleiter für Kinder

4. Dalmatiner

Dieser auffällig gefärbte Hund ist vielen aus seiner 101-fachen Ausführung im Disneyklassiker „Pongo und Perdita“ bekannt. Bereits von weitem erkennt man an den schwarzen Flecken auf weißem Fell, dass es sich um einen Dalmatiner handelt. Der vielseitige Hund ist aktiver Spielkamerad und Schmusepartner zugleich.

Es ist unbekannt, wie diese Zuchtrasse entstanden ist, sehr wahrscheinlich ist jedoch, dass sie nie zu Jagdzwecken eingesetzt wurde. Vielmehr wurde ihr der Job als Eskort- und Sirenenhund von Kutschen und Feuerwehrfahrzeugen vermittelt. Daher fungiert der lustig gepunktete Hund auch heute noch als Maskottchen der US-Feuerwehr. Apropos gepunktet: Wusstest du, dass der Rassestandard bei Dalmatinern vorsieht, dass die Flecken auf dem weißen Fell immer nur entweder schwarz oder braun sein dürfen und niemals beides?

Dalmatiner sind extrem anpassungsfähig und zudem sensibel. Eine falsche Erziehung kann bei dieser Hunderasse schnell zu ungewollten Ergebnissen führen. Daher sind Dalmatiner zwar für Anfänger geeignet, jedoch nur für Menschen, die schon etwas Erfahrungen mit Hunden gesammelt haben und vor allem den Bewegungsdrang der Vierbeiner bewältigen können. Fühlen sich Dalmatiner in ihrer Ziehfamilie wohl und ausgelastet, gehen ihnen die einzelnen Mitglieder des kleinen Rudels über alles.

5. Golden Retriever

Der Golden Retriever ist ein Hunderassen-Star. Viele Menschen sehen in ihm den perfekten vierbeinigen Partner und nennen die Rasse sofort, wenn es darum geht eine Auswahl für die Familie zu treffen. Seine Eigenschaften scheinen fast zu perfekt um wahr zu sein: lernbegierig, kinderfreundlich, aktiv und anhänglich.

Doch wie viele seiner Artgenossen wurde auch der Golden Retriever ursprünglich als Jagdhund gezüchtet. Das bedeutet unter anderem, dass er lange Spaziergänge und viel Bewegung braucht. Somit ist der Hund nichts für Couchpotatos oder unsportliche Herrchen und Frauchen. Golden Retriever brauchen Action und lieben Gassiwege mit vielen Entdeckungsmöglichkeiten. Ganz zum Ärger für die Reinigungskräfte im Haushalt, springen sie außerdem gerne in Matschpfützen und andere Gewässer. Prinzipiell kann der Familienhund aber auch ruhig und besonnen sein. Er hat nichts gegen Fremde und würde wohl selbst bei Einbrechern eher auf Kuschelkurs gehen.

6. Labrador

Neben den Golden Retrievern gehören Labradore zu den beliebtesten Familienhunden. Vom Wesen ist er dem Golden Retriever sehr ähnlich. Beide Rassen gehören zu den Apportierhunden und in dieser Funktion muss das Vertrauensband zwischen Herrchen bzw. Frauchen und dem Hund extrem groß sein. Auch der Labrador braucht viel Bewegung und lässt sich in seinem Tatendrang nicht von Schmuddelwetter und Gewässern abhalten.

Der Jagdtrieb ist jedoch mit einer passenden Erziehung in der Regel gut in den Griff zu bekommen. Schade ist allerdings, dass der Modehund durch seine Beliebtheit auch häufig das Opfer einer unseriösen Zucht wurde und wird. Ergebnisse sind häufig seelische aber auch körperliche Schäden bei den Welpen. Weit verbreitet bei Labradoren sind Hüft- und Gelenkschäden.

Der Labrador braucht viel Bewegung
Labradore gehören zu den beliebtesten Familienhunden.

7. Maltipoo

Kennst du Maltipoos? Keine Sorge, wenn nicht, denn die aus Amerika stammende Zucht findet erst gemächlich ihre Fans in Europa. Der Maltipoo gehört eher zu den kleineren Hunderassen – in ihm steckt der temperamentvolle Malteser und der lernwillige Pudel. Und diese Mischung hat es in sich. Die Kombination aus Lebenslust und Anhänglichkeit eignet sich prima als Familienhund. Zudem ist der Maltipoo ein absolut unkomplizierter Vertreter seiner Art. Mit seiner Größe arrangiert er sich auch mal mit etwas weniger Platz und auch das Fell bereitet keinen Aufwand – ganz im Gegenteil: Maltipoos haaren so gut wie gar nicht.

8. Mops

Wenn es um Familienhunde geht, darf der Mops in keiner Liste fehlen. Das robuste Kerlchen bzw. die robuste Hundedame ist gutmütig und verspielt zugleich. Mit der kompakten Größe kann der Mops leicht in den Urlaub oder zu Besuch mitgenommen werden. Die Sportlichkeit hält sich bei der unkomplizierten Hunderasse zwar in Grenzen – das heißt aber nicht, dass der Mops kein perfekter Spielkamerad wäre.

Die kleine Fellnase macht es seinen Haltern leicht sie zu erziehen, jedoch übertreibt der Hund es manchmal mit seiner Anhänglichkeit. Mitunter kann der Vierbeiner eine Eifersuchtsszene mit schauspielerischer Glanzleistung vollbringen. Leider hat der Mops durch Überzüchtung inzwischen mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, wie beispielsweise Atemnot und Schnarchen. Daher sollte darauf geachtet werden nur von verantwortungsvollen Züchtern zu kaufen.

Schon einen Favoriten? Bevor ein tierischer Neuzugang ausgewählt wird, sollte jedoch auch die Frage nach dem Alter des Hundes thematisiert werden. Es ist schön anzusehen, wie ein kleiner Welpe mit dem Kind gemeinsam heranwächst. Bei einem Hundejungen sind die individuellen Charakterzüge jedoch noch nicht von vornherein einschätzbar.

Bei der Auswahl eines kleinen Vierbeiners aus einem Wurf, macht es daher Sinn, dass der Züchter einen der ruhigeren Wonneproppen als neues Familienmitglied auswählt. Aber auch ein Ausflug ins naheliegende Tierheim kann zum gewünschten Ziel führen. Hier haben sich die Pfleger meist schon ein umfassendes Bild von den Eigenschaften des Vierbeiners machen können und sind in der Lage anhand des Familienbildes und den individuellen Vorstellungen der einzelnen Mitglieder einen perfekten Vierbeiner auszuwählen.