Mit dem Hund in den Bergen

Die ländliche Gegend der Berge bietet viele Freizeitmöglichkeiten. Doch der Klassiker aller Aktivitäten bleibt das Wandern. Was aber wäre die liebste Freizeitgestaltung ohne unsere Lieblingstiere?  Ausgedehnte Ausflüge auf vier Pfoten mit Herrchen und Frauchen sind auch für unsere Hunde die reinste Freude. Keine Gnade für Couchpotatos – Auch wenn der Panoramablick für den Vierbeiner wohl eher zweitrangig ist – jetzt heißt es Wandern mit Hund

Wandern fördert die Ausdauer, stärkt das Immunsystem und bietet uns die Möglichkeit, wieder einmal an der frischen Luft so richtig durchzuatmen. Wichtig ist eine gute Vorbereitung. Gehe mit deinem Hund mehrmals eine kürzere Strecke von drei bis vier Stunden, ehe du dich mit ihm auf große Wandertour begibst. Vor allem untrainierte Tiere sollten langsam an die Belastung herangeführt werden. Hier erfährst du, was du beim Wandern mit Hund noch alles beachten musst.

Mit dem Hund in den Bergen
Der Berg ruft auch unsere Haustiere

Ist jeder Hund zum Wandern geeignet?

Hunde brauchen Bewegung und grundsätzlich sind alle Hunde zum Wandern geeignet. Je nach Rasse und Größe, solltest du jedoch deine Routenplanung anpassen. Achte darauf, dass für ganz kleine und sehr große Rassen bestimmte Wege ungeeignet sind und du die Länge der Strecken gezielt planen musst. Welpen solltest du noch auf keine langen Wegstrecken mitnehmen. Wähle für bis zu 12 Monate alte Junghunde kleine Wanderungen, die viel Abwechslung bieten. Die kleinen Racker brauchen zudem öfters Pausen. Rechne also trotz kürzerem Fußmarsch mehr Zeit mit ein.

Auch Senior-Hunde brauchen längere und zahlreichere Pausen, als ihre jüngeren Mitstreiter. Bei einem längeren Weg oder einem Kurzurlaub in den Bergen kann mitunter auch ein Tierarztbesuch im Vorfeld nicht schaden. Er kann die Fitness deines Lieblingstiers überprüfen und dir gegebenenfalls beratend zur Seite stehen. Neben dem Alter sind aber auch Erziehung und Sozialverträglichkeit ausschlaggebende Aspekte, ob dein Lieblingstier für eine Wanderung in den Bergen geeignet ist.

Ist der Instinkt stärker als der Gehorsamswille, wird der Jäger im Hund erwachen und die idyllische Berglandschaft gewaltig aufmischen. Aber auch wenn du einen braven, geselligen Hund Zuhause hast, musst du ihn unter Umständen auch in den Bergan an die Leine nehmen. Achte darauf, dass je nach Gebiet unterschiedliche Gesetze gelten. Nicht überall dürfen Hunde frei umherlaufen. In manchen Regionen und Ländern herrscht Leinenzwang, wenn nicht sogar Maulkorb-Pflicht.

Prinzipiell muss aber nicht nur die Frage gestellt werden „Ist mein Hund zum Bergwandern geeignet?“, sondern auch „Ist der Weg für Hunde geeignet?“. Nicht jeder Wanderweg ist hundetauglich. Achte darauf, dass eure Tour keine zu schmalen Abschnitte oder Klettersteige enthält.

Keine Gnade für Couchpotatos
Nicht überall dürfen Hunde frei umherlaufen

Ausrüstung für Hund und Halter

Man wundert sich manchmal, wie viel Gepäck alleine bei einem Kurztrip zusammenkommt. Mit deinem Lieblingstier und seinem Krimskrams sind Kofferraum und Rucksack schnell noch überfüllter. Allein das Futter nimmt einiges an Platz in Anspruch. Neben Trocken- oder Nassfutter, wandern ausreichend Leckerlis und eine große Wasserflasche in die Tasche. Um den Wasservorrat zu minimieren, kannst du bei der Routenplanung auf Seen und Bachläufe achten. Ein See eignet sich bei warmen Temperaturen auch prima zur Abkühlung.

Je nach Witterungsverhältnissen kann aber auch das Gegenteil gefordert sein. Wind, Regen und Schnee können vor allem in höheren Lagen kraftraubend sein. Eine Hundedecke und ein Handtuch hält dein Lieblingstier zumindest bei Raststationen trocken und warm. Da ihr bei Bergwanderungen meist etwas Abseits von Ortschaften und Geschäften unterwegs seid, solltest du für den Notfall auch immer eine gut ausgerüstete Notfall-Apotheke dabeihaben.

Wenn du alle Vorbereitungen getroffen hast und dein Lieblingstier für die Bergwanderung bereit ist, kann es losgehen. Noch kurz den Wetterbericht checken und dann nichts wie hoch hinaus.