Kochen für Katzen

Egal, ob es ein neuer Kratzbaum, aufregendes Spielzeug oder ein kuschelig weiches Katzenbett ist, für unser Lieblingstier ist das Beste gerade gut genug. Aber wie sieht es beim Thema Ernährung aus? Einige Tierliebhaber schwören auf Trockenfutter, andere auf Nassfutter und wieder andere servieren ihrer Katze einen Mix aus beidem. Doch hast du dir schon einmal überlegt, selbst für deine Katze zu kochen? In diesem Artikel erklären wir dir die Grundlagen und geben dir nützliche Tipps und ein Rezept mit auf den Weg.

Vorteile – Kochen für Katzen

Wenn du dich mit dem Thema „Kochen für Katzen“ auseinandersetzt, wirst du dir früher oder später die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellen. Wir können dich an dieser Stelle in deinem Vorhaben bestärken: Kochen für dein Lieblingstier hat – genauso wie auch das Kochen für dich selbst – einige Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Einer davon ist die Tatsache, dass du immer zu 100 % weißt, was in dem Futter steckt, denn du bereitest es ja selbst frisch zu. Bei gekauftem Trocken- oder Nassfutter sind zwar die Inhaltsstoffe aufgelistet, doch selten wissen wir tatsächlich was in ihnen steckt. Abkürzungen für beispielsweise Geschmacksverstärker verwirren uns häufig schon beim Einkauf.

Und mal ehrlich: Wissen wir immer,  wie es um die Qualität der Zutaten wirklich steht? Selbst teures Futter, welches oft als hochwertig angepriesen wird, besteht nicht selten aus viel Feuchtigkeit und Zusatzstoffen und aus erschreckend wenig Fleisch. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass du dich beim Kochen auf die Bekämpfung von Mangelerscheinungen oder Krankheiten einstellen kannst, die deine Fellnase unter Umständen plagen. Wenn du dich dafür entscheidest selbst für dein Lieblingstier zu kochen, ist es Voraussetzung, dass du dich mit einem Spezialisten absprichst, welche Nährstoffe deine Katze benötigt. Lass dich hierzu unbedingt von deinem Tierarzt beraten!

Selbst kredenzte Katzenküche
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Die richtigen Zutaten

Wenn du für dich selbst oder für Freunde kochst, achtest du mit Sicherheit auf die Auswahl der richtigen und bekömmlichen Zutaten, oder? Beim Kochen für dein Lieblingstier solltest du das natürlich ebenfalls tun. Das Verdauungssystem von Katzen ist hauptsächlich darauf ausgelegt, Fleisch zu verarbeiten. Deshalb sollte jede vollwertige Katzenmahlzeit Fleisch enthalten.

Natürlich sollte dein mit Liebe zubereitetes Futter nicht ausschließlich aus Fleisch bestehen. Dein Lieblingstier benötigt für eine vollwertige Ernährung allerdings nicht nur Proteine (Eiweiße) sondern beispielsweise auch Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Solltest du dich dauerhaft dafür entscheiden deiner Katze das Futter selbst zuzubereiten, setze dich mit einem Ernährungsexperten in Verbindung. Dieser unterstützt dich bei der Berechnung einer ausgewogenen Ration für deinen Liebling.

Taurin, das lebensnotwendige Abbauprodukt

Taurin ist ein Abbauprodukt unterschiedlicher Aminosäuren und ein besonders wichtiger Stoff für die Ernährung deiner Katze. Viele Tiere können mithilfe ihrer Leber ausreichend Taurin synthetisieren. Katzenlebern haben diese Fähigkeit zwar auch, leider sind die dafür benötigten Enzyme der Fellnasen kaum aktiv. Im Klartext heißt das: Rund die Hälfte des durch Nahrung aufgenommenen Taurins geht wieder verloren. Deshalb ist es unter Umständen notwendig, dem für deine Katze gekochten Futter Taurin als Nahrungsergänzungsmittel hinzuzufügen. Da sich der Taurinbedarf nicht pauschalisieren lässt und von mehreren Faktoren abhängt, sprich hierzu am besten mit dem Tierarzt deines Vertrauens. Er kann ermitteln, ob eine zusätzliche Gabe des Abbauproduktes im Falle deines Lieblingstiers sinnvoll ist.

Hast du ein gutes Gefühl und dich von einem Experten beraten lassen? Dann steht einer selbst gekochten Delikatesse für deine Katze nichts mehr im Wege. Wir wünschen dir viel Spaß beim Kochen und deiner Mieze einen guten Appetit!