Katzen stubenrein bekommen

Katzen stubenrein bekommen ist gar nicht so schwer. Wir haben dir hier ein paar hilfreiche Tipps gesammelt, die dir und deinem Lieblingstier dabei helfen, eine saubere Umgebung zu schaffen. Manchmal ist jedoch gar nicht das stille Örtchen selbst verantwortlich, wenn die Katze ihre Katzentoilette nicht annimmt – wie du die richtige Wahl bei Streu und Toilette triffst, kannst du hier nachlesen.
Gleich zu Beginn unser Rat an alle Katzenliebhaber: Niemals böse sein, wenn mal etwas daneben geht. Das passiert schon einmal – gerade in der Toiletten-Trainingsphase. Wie du Katzenurin wieder entfernst, verraten wir dir hier.

Babykatzen stubenrein bekommen

Die süßen Katzenwelpen sind natürlich nicht von Geburt an stubenrein. In den ersten 3 bis 5 Lebenswochen werden die kleinen Lieblingstiere von ihrer Mutter gesäugt und auch gesäubert. Erst danach fangen die Kätzchen selbständig an zu fressen und lernen, sich allein zurechtzufinden. Dazu gehört unter anderem auch der Ausflug zur Katzentoilette. Die Mama macht es vor und mit etwas Übung gelingt das Klettern in die Box und das Verscharren der Notdurft auch dem Nachwuchs. In der Regel darf man dann ab der 12. Woche die Sprösslinge von der Mama trennen. Inzwischen haben die quirligen Wonneproppen auch gelernt, ihre Hinterlassenschaften in dem zur Verfügung gestellten Katzenklo zu verscharren.

Vergiss aber nicht, dass das junge Kätzchen immer noch im Training ist und auch mal etwas daneben gehen kann. Das Kleine jetzt zu schimpfen wäre fatal. Du würdest es nur verschrecken und euer aufblühendes Vertrauensverhältnis tiefgreifend erschüttern. Sobald du merkst, dass etwas danebengegangen ist, kannst du den Katzenwelpen in die Toilette setzen und indem du etwas in der Streu wühlst verdeutlichen, wo der Toilettengang zu verrichten ist. Bedecke das Missgeschick mit Streu und warte, bis es trocken ist. Jetzt kannst du es in das Katzenklo geben. Der vertraute Geruch animiert deinen Liebling dazu, die nächste Runde besser zu platzieren. Das bedeutet allerdings auch, dass du die Stelle des Unheils unbedingt gründlich vom Geruch säubern musst, denn sonst kann es passieren, dass sie zur Toiletten-Zweigstelle auserkoren wird.

Die Mama macht es vor
In den ersten 3 bis 5 Lebenswochen kümmert sich die Katzenmama um die Hygiene

Falls du deinen neuen Liebling vom Züchter oder aus einem neuen Wurf aus dem Tierheim hast, so ist das Kätzchen meist bereits stubenrein. Eine neue Umgebung, die Trennung von der Mutter und neue Bezugspersonen können jedoch dafür sorgen, dass das Kleine erst einmal „rückfällig“ wird und die Hinterlassenschaft vorerst falsch entsorgt. Um dem ein wenig entgegen zu wirken, sollte die Katzentoilette das Erste sein, was das Kätzchen im neuen Zuhause kennenlernt. Stelle das Katzenklo nicht direkt neben das Futter, aber auch nicht zu weit davon entfernt.

Du musst ein gutes Mittelmaß finden und einen ruhigen Ort wählen, damit sich das neue Heim und vor allem die geregelten Pflicht-Wege auch gut anfühlen. Um die Gewöhnung noch leichter zu gestalten, kannst du den Züchter bzw. das Tierheim danach fragen, welche Art von Katzenklo und welche Streu bereits bekannt ist. Wenn sofort alles neu ist, könnte das neue Familienmitglied überfordert sein und die von Mama beigebrachten Manieren über Bord schmeißen. Willst du die Streu wechseln, so warte, bis dein neues Lieblingstier stubenrein ist und mische dann langsam die neue Sorte unter die alte.

Bei kleinen Findelkindern oder Kätzchen vom Bauernhof kann es vorkommen, dass der neue tierische Mitbewohner zu früh von seiner Mama getrennt wurde. In diesem Fall musst du die Hygieneerziehung übernehmen. Solange der Katzenwelpe noch sehr klein ist, empfiehlt es sich sowohl in der Nähe des Schlafplatzes, wie auch in der Nähe des Futterplatzes – nicht zu nahe, denn wer isst schon gerne direkt neben der Toilette – ein Katzenklo zu platzieren. Der Rand sollte zum Einstieg nicht zu hoch sein, damit das kleine Fellknäuel sich nicht zusätzlich abmühen muss. Auch ein extrem fluktuierter Ort eignet sich nur bedingt als „stilles“ Örtchen. Überleg nur, ob du gerne auf die Toilette gehen würdest, wenn dauernd jemand vorbeiläuft.

Der kleine Wonneproppen ist sicherlich neugierig. Sobald du ihm das Katzenklo gezeigt hast, wird er das unbekannte Terrain beschnuppern und eventuell auch schon etwas darin herumbuddeln. Scharre ruhig selbst einmal mit den Händen in der Katzenstreu und beobachte, wie das Kätzchen reagiert. Katzen wollen ihr Geschäft instinktiv vergraben, somit ist ein Anlernen keine große Arbeit. Wenn die Toilette am richtigen Fleck steht, die Streu genehm ist, der Mini-Stubentiger gesund ist und erst einmal gelernt hat, wofür so ein Kasten gut ist, wirst du keine großen Mühen mehr haben, ihn stubenrein zu bekommen. Zu Beginn solltest du dein Lieblingstier nach jedem Fressen und Trinken in die Katzentoilette setzen.

Ausgewachsene Katzen stubenrein bekommen

Straßenkatzen und Freigänger haben ihre eigenen meist natürlichen Toilettenplätze kreiert. Da sie in den seltensten Fällen dafür gerügt werden – solange sie nicht das frische Beet umgraben – ist die eigene Örtchenwahl für sie so alltäglich wie normal. Fundtiere oder Freigänger, die nicht mehr raus dürfen (wegen beispielsweise Krankheit oder Umzug) brauchen für die Umerziehung mehr Geduld und Nachsicht von dir als Babykatzen. Das Training wiederum ist dem gegenüber Jungkatzen nahezu identisch.

Locke dein Lieblingstier mit seiner natürlichen Neugier zur Katzentoilette, indem du darin herumscharrst. Zeigt dein feliner Freund Interesse, hast du schon halb gewonnen. Ein kleiner Tipp: Fülle bei Freigängern das Katzenklo mit Erde. Das ist deinem Lieblingstier geläufig und es kann sich daher besser umgewöhnen. Wie bei einem Wechsel der Streu, kannst du später Streu und Erde mischen und so langsam und Schritt für Schritt auf die Erde verzichten. Gerade zu Beginn ist aber auch der passende Ort ausschlaggebend. Falls du dein Lieblingstier dabei beobachtest, wie es am Boden schnüffelt und sich dabei dreht, sucht es mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Platz für seinen Toilettengang. Greif behutsam nach deiner Katze und hebe sie in ihr Katzenklo. Mit einer kleinen Belohnung nach verrichteter Dinge verbindet sie den Toilettengang mit positiven Assoziationen. Sie wird das dafür vorgesehene stille Örtchen in Zukunft leichter finden.

Unsaubere Katzen

Meidet dein Lieblingstier das Katzenklo, gibt es mehrere Erklärungen dafür. Zunächst solltest du noch einmal überlegen, ob du alle Grundregeln befolgt hast: Wurde die Streusorte gewechselt? Reinigst du die Toilette regelmäßig? Ist die Toilette für die Katze optimal platziert? Gibt es ein neues Katzenklo? Ist die Toilette für dein Lieblingstier gut erreichbar?

Sind die Grundfaktoren erfüllt, gibt es natürlich auch andere Begründungen für ein unsauberes Verhalten der Katze. Junge Kater neigen zum Beispiel dazu, im geschlechtsreifen Alter damit anzufangen, im Wohnraum zu markieren. Natürlich kann aber auch eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken. Gerade ältere Seniorenkatzen können häufig krankheitsbedingt nicht mehr ordentlich auf die Toilette gehen. Lasse dich von deinem Tierarzt beraten. Er kann der Ursache auf den Grund gehen und dir mit Ratschlägen zur Seite stehen.