Hundekekse selber backen

Auch unsere Lieblingstiere sind kleine Schleckermäulchen. Da kommt so ein feines Leckerli gerade recht: als Belohnung für Kunststückchen, als kleiner Happen zwischendurch oder als Mitbringsel für befreundete Artgenossen. Dann die Idee: Hundekekse selber backen! Sicherlich, der Handel hat einiges an Auswahl zu bieten. Aber die Liebe und Freude am Backen schmeckt unser Vierbeiner nur aus selbstgebackenen Hundekeksen heraus. Zudem stecken in den Produkten des Einzelhandels häufig Farb-, Lock-, Konservierungsstoffe und sogar Zucker.

Beim Selberbacken kannst du die Inhalte und Dosierungen selbst bestimmen. Außerdem weißt du am besten, was deinem Liebling schmeckt und bereitest ihm durch persönliche Hundekekse den größten Genuss. Achte aber darauf, dass du die Haltbarkeit im Auge behältst. Da deine Eigenkreationen keine Konservierungsstoffe enthalten, sind sie nur wenige Tage (bei Fleischkreationen) bis Wochen genießbar. Am besten, du bewahrst sie von vornherein im Kühlschrank auf, oder frierst sie portionsweise ein.

Die Zutaten für selbstgebackene Hundeleckerlis

Der Kreativität sind nur wenige Grenzen gesetzt. Probiere dich beim Backen ruhig aus und teste mehrere Rezepte bei deinem Vierbeiner. Die Grundlage für herzhafte Hundekekse sind Fleisch, Fisch und Gemüse. Ergänzend kannst du Obst, Käse und Getreide beimischen – alles in Maßen, damit es für deinen Hund gut verträglich bleibt. Lass dich nicht von deinem eigenen Geschmack verleiten und setze Gewürze nur dezent ein. Auf Zucker, Kakao u.ä. musst du gänzlich verzichten. Hier findest du eine Liste von unverträglichen Zutaten.

Innereien wie Leber oder Herz sind intensiv im Geschmack und eignen sich prima zum Verarbeiten. Einfach mit dem Pürierstab zerkleinern und zu einem Fleischbrei verarbeiten. Damit du einen schönen Teig erhältst, musst du nur ein wenig Gemüse, Obst und/oder Getreide beimengen (zum Beispiel geraspelte Möhren, gestampfte Bananen und ein paar Reisflocken). Zum Verfeinern darfst du gerne auch etwas frische Kräuter hinzugeben. Jetzt bei etwa 180° C für 20-25 Minuten in den Ofen und schließlich für eine Stunde Aushärten lassen – fertig sind die Hundekekse.

Jetzt hast du deinem kleinen Racker mit nur wenig Aufwand eine große Freude bereitet. Solltest du dir bei Getreide unsicher sein, verwende lieber Alternativen zu Weizenprodukten. Einige Hunde reagieren auf Gluten allergisch und vertragen überhaupt kein Weizenmehl. Alternativen sind gemahlene Nüsse, Haferflocken, Kartoffelmehl oder Maismehl. Getreide sollte aber prinzipiell nicht die Basis von Hundefutter und Leckerlis bilden.

Beim Selberbacken kannst du die Inhalte und Dosierungen selbst bestimmen
Der Kreativität sind nur wenige Grenzen gesetzt.

Leberwurst-Pralinchen

100g Leberwurst

150g Haferflocken

150g körniger Frischkäse/Hüttenkäse

1Ei

4-5 EL Öl

Könnte dein Lieblingstier lesen, würde ihm bereits bei den Zutaten das Wasser im Munde zusammenlaufen. Bei diesem Rezept brauchst du keine Reihenfolge zu beachten. Mische einfach alles in einer passenden Schüssel zusammen und gib bei Bedarf noch etwas Wasser zu. Der Teig sollte sich anschließend gut verarbeiten lassen. Nun kleine Häubchen auf einer Lage Backpapier formen und bei ca. 160° für etwas über eine halbe Stunde in den Ofen schieben. Vorsicht heiß: Achte darauf, dass sich dein Hund beim Abkühlen der Pralinchen nicht bereits ein paar der Leckerlis schnappen kann.

Kartoffel-Taler

Um eigene Kreationen zu entwickeln, lohnt es sich auch hin und wieder zu überlegen, welche Mahlzeiten für den Familientisch geplant sind. Nicht jeder hat die Muse, geschweige denn die Zeit, für den Hund eigene Verköstigungen einzuplanen und zuzubereiten. Aber wenn es zum Beispiel Kartoffelbrei zum Abendessen geben soll, gibt es keinen Grund, nicht gleich Kartoffeln für unseren Liebling mitzuverarbeiten. Achtung: Gebe die weiteren Zutaten für den Brei erst dann dazu, wenn du die Hunderation abgezweigt hast. Mit der Extraportion kannst du nun leckere Kartoffel-Schinken-Häppchen für dein Lieblingstier backen.

2 Kartoffeln

150g Haferflocken

150g dunkles Mehl

50g Schinkenwürfel

50g geriebener Käse

4El Öl

Je nach Bedarf etwas Wasser

Vermenge die gekochten und gestampften Kartoffeln mit den anderen Zutaten und rolle den Teig zu einem Fladen aus. Jetzt kannst du (mit z.B. einer kleinen Tasse) Taler aus dem Teig stechen und auf das vorbereitete Backblech legen. Heize den Ofen auf etwa 160° vor und lasse die Taler unter Beobachtung etwa 25 Minuten backen. Im Anschluss können die Taler bei geringer Temperatur aushärten.

Innereien-Allerlei

200g Eingeweide vom Huhn oder Rind

150g Hirseflocken

50g Haferflocken

1Ei

1-2 Löffel geriebener Parmesan

etwas Leinöl

gehackte Petersilie

Bereite mit den fein pürierten Innereien und den anderen Zutaten einen weichen, aber formbaren Teig zu. Je nach Konsistenz von Leber, Herz und Co, musst du eventuell etwas Wasser oder Fleischbrühe beimengen. Zum Ausstechen des ausgerollten Teigs kannst du Plätzchenformen nutzen, oder du schneidest zum Beispiel mit dem Pizzaroller kleine Eckchen aus dem Teig. Heize deinen Backofen auf 160° C vor und schiebe die Plätzchen für etwa 20 Minuten auf die mittlere Schiene. Danach musst du die Hundekekse nur noch aushärten lassen und an deinen Liebling verfüttern.

Thunfisch-Cracker

1 Dose Thunfisch (im eigenen Saft, 140g)

250g Maismehl

200g Haferflocken

2El Leinöl

1Ei

Vermische alle Zutaten zu einem formbaren Teig. Falls Flüssigkeit fehlt, schütte einfach etwas Wasser nach. Jetzt kreiere etwa 1cm dicke Cracker und schiebe sie bei 150° für etwa eine halbe Stunde in den Ofen. Verlasse dich dabei auf dein Gespür – sind die Cracker noch nicht fest genug, dann lasse sie bei geringer Hitze nachtrocknen.

Bananen-Plätzchen

2 Karotten

1 Banane

200g Dinkelmehl

100g Haferflocken

3-4 EL Sonnenblumenöl

Zerdrücke die Banane zu Brei und raspele die Karotten dazu. Jetzt kannst du sämtliche Zutaten beimengen und je nach Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Rolle den Teig aus und steche mit Plätzchenformen kleine Kekse aus. Lege die Plätzchen anschließend auf ein Blech und schiebe sie in den auf 180° vorgeheizten Backofen. Schalte den Ofen nach etwa 25 Minuten aus und lasse die Plätzchen langsam im Ofen über Nacht austrocknen.

Nuss-Honig-Weihnachtskekse

Zu Weihnachten ist alles aufregend. Auch für dein Lieblingstier beginnt eine spannende Zeit. Meist sind Frauchen und Herrchen den ganzen Tag daheim, es riecht immens gut nach Weihnachts-Leckereien und ein seltsam geschmückter Baum ist aus dem Wohnzimmerboden gewachsen. Um deinem Hund ein beruhigendes Gefühl zu geben und ihn in die Advents- und Weihnachtszeit zu integrieren, gönne ihm ruhig ein paar Naschereien.  Wie wäre es zum Beispiel mit einer Nuss-Honig-Variante in Form von Weihnachts-Plätzchen?

250g Haferflocken50g gehackte Nüsse (Haselnüsse, Cashewnüsse oder Pekannüsse)

½ EL Honig

2 Eier

50g geriebener Käse

Mehl und Wasser nach Bedarf

etwas Zimt

Achtung! Wer für die vorgeschlagenen Nüsse eine Alternative sucht, sollte auf keinen Fall auf Macadamia-Nüsse zurückgreifen. Die sind pures Gift für dein Lieblingstier. Vorsicht ist auch bei Bittermandeln und unreifen Walnüssen geboten, sowie aufgrund gehäufter Unverträglichkeiten bei Erdnüssen.

Verknete die Zutaten zu einem gut formbaren Teig. Die Wasser- und Mehlmenge kannst du je nach Konsistenz anpassen. Wenn der Teig soweit passt, rolle ihn etwa 1cm dick auf einer mehlbedeckten Fläche aus. Für Weihnachtskekse kannst du die passenden Ausstechformen verwenden – ansonsten einfach mit dem Pizzaschneider oder einem Teigschaber in hundegerechte Happen schneiden. Lasse die Plätzchen im Anschluss bei 140 ° etwa 45 Minuten backen. Jetzt nur noch austrocknen lassen und die Leckerlis verteilen. Übrigens eignen sich Weihnachts-Leckerchen auch ideal als Geschenk für befreundete Hundehalter.