Flohspeichelallergie-Dermatitis (FAD)

Wenn der Juckreiz unerträglich wird, ist es schwer sich mit dem Kratzen zurückzuhalten. Doch sobald sich unsere Lieblingstiere blutig kratzen und kahle Stellen entstehen, ist Vorsicht geboten. Auch Hunde und Katzen haben Allergien. Könnte das eine Flohallergie sein? Die Flohspeichelallergie-Dermatitis ist eine der häufigsten bei unseren Haustieren. Sie ist eine Überempfindlichkeit des Immunsystems gegen den Speichel der blutsaugenden Parasiten. Als wären die springenden Plagegeister nicht schon genug, entsteht durch die Allergie noch ein intensiverer Juckreiz. Vor allem in der Lenden-, Leisten- und Schwanzgegend quält unsere Lieblingstiere diese Allergie.

Dermatitis

Bei Katzen können neben dem hinteren Rückenbereich auch kreisförmig juckende Hautveränderungen am Hals und weitere „Katzenspezifische Reaktionsmuster“ (wie z.B. miliare Dermatitis) auftreten. Die Dermatitis zeigt sich durch Krüstchen und Knötchen, die sich von der Schwanzwurzel ausgehend über den Rücken bis hin zum Nacken ausbreiten – in seltenen Fällen sind auch der Bauch und die Schenkelinnenseiten betroffen. Eine Flohspeichelallergie-Dermatitis erkennst du zunächst an einer kleinen Verdickung der Haut. In manchen Fällen steht auch eine Schwellung der Kniekehllymphknoten symptomatisch für die Allergie.

Hautreaktionen

Um den Juckreiz zu mildern nagen und lecken unsere Lieblingstiere unentwegt an den sie plagenden Stellen. Dadurch können weitere Hautreaktionen auftreten.  Man spricht von sogenannten Hot Spots – Krusten und Entzündungen, die so unangenehm werden, dass sich die Tiere hin und wieder ganze Haarbüschel um die betroffenen Stellen ausrupfen. Bei Hunden wird häufig eine Überwucherung der Haut beobachtet. Übeltäter für dieses Phänomen ist ein Hefepilz der natürlichen Hautflora: die Malassezia pachydermatis – Es kommt zu einer sekundären Malassezien-Dermatitis. Bei chronischer Flohspeichelallergie treten auch Hyperpigmentierung und Hautverdickungen auf.

Bei der Katze kann so durch intensives Belecken eine flächige, erhabene Hautrötung entstehen und fleckiger oder symmetrischer Haarausfall auftreten. Auch ein eosinophiles Granulom (Lippengeschwür mit bakterieller Sekundärinfektion) kann häufig ein Zeichen einer Flohspeichelallergie sein.

Bei Unverträglichkeiten und Allergien ist der erste Schritt stets, die Ursachen zu beseitigen.
Flöhe springen gerne von Tier zu Tier.

Ursachen und Symptome bekämpfen

Wie bei Menschen, ist es auch bei Tieren oft schwierig, den Ursprung einer Allergie auf Anhieb zu erkennen. Bei der Katze kann der Nachweis von Flöhen/Flohkot direkt am Tier zudem durch das starke Putzverhalten schwierig sein. Sollten sich Symptome bei deinem Lieblingstier zeigen, ist es daher wichtig, den Tierarzt aufzusuchen. Dieser kann die Diagnose mittels verschiedener Testverfahren bestätigen und dich außerdem eingehend zur Behandlung beraten.

Bei Unverträglichkeiten und Allergien ist der erste Schritt stets, die Ursachen zu beseitigen. Bei der FAD heißt das: das parasitäre Ungeziefer muss weg. Doch leider ist die Flohbekämpfung nicht auf das Tier beschränkt. Wie du dein Heim flohfrei bekommst, kannst du hier nachlesen. Zur Linderung des Juckreizes können Kurzzeit-Kortikoide hilfreich sein. Um eine Flohspeichelallergie-Dermatitis zu verhindern, kannst du dein Lieblingstier auch im Vorfeld mit geeigneten Präparaten vor Flöhen schützen.