Borreliose

Was ist Borreliose?

Die bakterielle Erkrankung Borreliose wird durch Zecken – genauer gesagt von der bekanntesten Art der Schildzecke, dem gemeinen Holzbock – übertragen. Die im Fachjargon auch Ixodes ricinus betitelte Zeckenart sucht sich Wild- und Haustiere, aber auch Menschen als Wirte. Neben dem Schutz unseres Lieblingstiers müssen wir daher bezüglich Borreliose auch auf unseren eigenen Schutz bedacht sein. Obwohl die Infektion beim Hund sehr häufig vorkommt, entwickeln die Tiere viel seltener klinische Symptome als wir Menschen. Auslöser der bakteriellen Infektion sind die sogenannten Borrelien. Hierbei wird zwischen verschiedenen Spezies unterschieden. In Europa kommen vor allem Borrelia garinii und Borrelia afzelii vor, während in den USA vor allem Borrelia sensu stricto nachgewiesen wird.

Ixodes ricinus lebt als Freilandzecke in Wäldern, Parks, hohen Wiesen und an Wegrändern.
Die Lyme-Borreliose zählt zu den bedeutendsten durch Zecken übertragenen Zoonosen Europas

Krankheitsverlauf der Borreliose

Im Vergleich zu anderen Infektionen hat die Borreliose eine sehr lange Inkubationszeit. Das heißt, die ersten Symptome treten erst nach 2 bis 5 Monaten auf. Hat sich unser Lieblingstier angesteckt, bekommt es zunächst Fieber und wird dann lethargisch und verweigert schließlich sein Fressen. Unter Umständen quälen unsere Vierbeiner auch eitrige Gelenkentzündungen, die sich durch einen steifen Gang bemerkbar machen. Zudem schlägt sich die Infektion in seltenen Fällen auf die Organe in Form von Nierenentzündungen oder schweren Allgemeinerkrankungen nieder. Erkrankungen der Nieren enden im Zusammenhang mit Borreliose vorwiegend tödlich. Trotz einer vermeintlichen positiven Behandlung (meist mit Antibiotika) ist es nicht auszuschließen, dass die Erkrankung nach einiger Zeit wieder aufflammt.

Impfung gegen Borreliose

Die Wirksamkeit der Impfung ist umstritten. Gegen Borreliose stehen derzeit nur Totimpfstoffe (Totimpfstoffe enthalten abgetötete Erreger und lösen keine Krankheit aus) zur Verfügung, die auf bestimmte Borrelienarten abzielen. Daher schützt die Impfung nicht gegen jegliche Borreliose-Form. Bei einer Impfung empfiehlt sich eine Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfung zum Beginn der Zeckensaison. Hunde, bei denen anzunehmen ist, dass sie Kontakt mit Zecken hatten, sollten vor der Impfung auf eine bereits bestehende Infektion untersucht werden. Aber Vorsicht, solltest du deinen Hund akut nach einem Zeckenbiss impfen lassen wollen, muss der Tierarzt erst prüfen, ob nicht bereits eine Infektion vorhanden ist.